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Karpaltunnelsyndrom
Typischerweise treten beim Karpaltunnelsyndrom Schmerzen im Daumen, dem Zeige- und Mittelfinger auf, die von Sensibilitätsstörungen wie Ameisenlaufen oder auch Verlust des Feingefühls einhergehen. Nächtliches Erwachen wegen einer eingeschlafenen Hand ist typisch. Ursache ist ein Druckbelastung des Mittelarmnerven (Nervus medianus). Dies kann durch eine begleitende Sehnenschwellung der Beugesehnen verursacht sein. Eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung durch einen Neurologen kann den Verdacht erhärten.

Wenn eine Schienenruhigstellung keine nachhaltige Verbesserung erbringt empfiehlt sich beim Karpaltunnelsyndrom die chirurgische Durchtrennung des Karpalbands (Ligamentum flexorum). Dieser zehnminütige Eingriff kann ambulant in örtlicher Betäubung in der SportPraxis Prof. Knobloch durchgeführt werden. Für eine Woche wird eine Handgelenksschiene im Anschluss empfohlen.

Loge de Guyon
Ähnlich dem Karpaltunnel kommt es bei einer Verengung in der Loge de Guyon am kleinfingerseitigen Handgelenk zu einer Irriation des Ellennervs (Nervus ulnaris). Typisch sind Mißempfindungen und Schmerzen im Ring- und Kleinfinger. Eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung kann den Verdacht erhärten. Die chirurgische Entlastung des Ellenervs in der Loge de Guyon des Handgelenks kann in Analogie zum Karpaltunnelsyndrom ambulant in örtlicher Betäubung erfolgen. Für eine Woche wird eine Handgelenksschiene im Anschluss empfohlen.

Ringbandstenose (schnellender Finger)
Eine Überlastung der Fingerbeugesehnen durch manuelle Anforderungen im Alltag (PC-Arbeitsplatz, Gartenarbeit), der Freitzeit (Computerspiele, iPod) oder auch beim Racquetsport (Golf, Tennis) kann über eine Verdickung der Beugesehnenscheide zu einer relativen Engstelle in Höhe des A1-Ringbands des Daumens bzw. der Langfinger führen. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen an den Fingergrundgelenken. Mitunter klemmt die Beugesehne im Ringband ein, so dass die Bewegungsstörung mit einem Plopp den Finger schnellen lässt - dies ist der schnellende Finger.

Wenn eine lokale Injektion mit abschwellenden Medikamenten und die Kältetherapie nicht anhaltend helfen, so ist die operative Durchtrennung des A1-Ringbands des betroffenen Fingers in örtlicher Betäubung ein sinnvoller zehmminütiger Eingriff, der ambulant durchgeführt wird.