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Der Morbus Dupuytren ist eine Erkrankung der Aponeurose der Handfläche, wobei es zu einer vermehrten Bindegewebsbildung (Fibrose) aus bislang nicht vollständig bekannten Gründen kommt. Der Morbus Ledderhose ist das sehr viel seltener anzutreffende Äquivalent an der Fußsohle.

Der Morbus Dupuytren der Hand beginnt häufig mit einer Knotenbildung in der Hand, typischerweise über dem vierten Mittelhandstrahl in der Handfläche, gefolgt vom fünften Strahl. Die Knotenbildung kann mitunter Schmerzen beim Gebrauch der Hand verursachen beispielsweise bei Schaltvorgängen beim Autofahren oder auch beim Golfspiel.

Der Morbus Ledderhose der Fußsohle tritt für gewöhnlich ebenfalls in Form einer Knotenbildung typischerweise im Hohlfussbereich auf. Eine Fehlstellung der Zehen durch Stränge wäre ungewöhnlich dabei.

Diagnose
Beide Erkrankungen mit gesteigerter Fibroseneigung, der Morbus Dupuytren und der Morbus Ledderhose, werden anhand der typischen klinischen Symptome (initial Knotenbildung, ggf. später Strangbildung) an der Handfläche (Morbus Dupuytren) bzw. an der Fußsohle (Morbus Ledderhose) diagnostiziert. Typischerweise sind Männer jenseits des 50. Lebensjahres insbesondere norddeutscher Herkunft vom Morbus Dupuytren betroffen.

Therapie des Morbus Dupuytren

Die Therapieempfehlung beim Morbus Dupuytren ist stadienabhängig.

Bei tastbaren Knoten in der Hand, seien Sie schmerzhaft oder nicht, empfiehlt sich die Strahlentherapie und die fokussierte hochenergetische Stosswellentherapie . Wir konnten zeigen, dass die Hautgeschmeidigkeit unmittelbar nach dieser fokussierten hochenergetischen Stosswellentherapie (bis 1,25mJ/mm2 Energiedichte bei 2000 Impulsen) eindrücklich zunimmt und die Knotenbildung zurückgeht.

Hier finden Sie die positiven Zwischenergebnisse der Stosswellenstudie bei M. Dupuytren.

Wenn die Knotenbildung in eine Strangbildung übergeht und die Langfinger durch die Beugekontraktur nicht mehr flach auf einen Tisch platzierbar sind so ist prinzipiell die Indikation zu einer operativen selektiven Entfernung dieser Stränge im Sinne einer selektiven Fasziektomie gegeben. Die Lebensqualität haben wir zwei Jahre nach Operation untersucht und festgestellt, dass die Mehrzahl der Patienten zufrieden und sehr zufrieden sind (mehr dazu hier).

Kollagenaseinjektion mit Xiapex bei M. Dupuytren

Alternativ zur Operation können auch weniger invasive Verfahren für ausgewählte Patienten sehr geeignet erscheinen. Eine hochinteressante Alternative stellt die enzymatische Fasziotomie durch Kollagenaseinjektion mit Xiapex dar. Der Ablauf ist zweistufig:

  • Kollagenaseinjektion mit Xiapex in den Dupuytrenstrang ambulant in örtlicher Betäubung
  • am Folgetag (12-24h später) manuelles Aufdehnen des injizierten Strangs in örtlicher Betäubung ("Cord breaking")

24h nach Injektion ist die Reißfestigkeit eines Dupuytrenstrangs um mehr als 90% reduziert, so dass dann durch ein manuelles Aufdehnen des Strangs ("Cord breaking") der Strang enzymatisch und manuell lösen kann. Schwellungen wie auch kleine Hautläsionen können auftreten. Die Lebensqualität verbessert sich innerhalb weniger Tage jedoch nachhaltig durch die Kollagenaseinjektion mit Xiapex.

Hier finden Sie den Link zur Untersuchung zur Verbesserung der Lebensqualität nach Kollagenaseinjektion mit Xiapex.

Ich biete in der SportPraxis die Kollagenasebehandlung mit Xiapex an und habe sehr gute eigene Erfahrungen damit gemacht.

 

Therapie des Morbus Ledderhose

Durch das sehr viel seltenere Auftreten des Morbus Ledderhose (ich schätze ca. 20-fach seltener als der Morbus Dupuytren) sind die Therapievorschläge bei dieser Fibromatose der Fußsohle noch weniger gut untersucht. Die operative Knoten- und Strangentfernung wie auch die Bestrahlung der Fußsohle sind beschrieben, jedoch sind beide Methoden mit häufigen Rezidiven und potentiellen Komplikationen wie Wundheilungsstörungen besetzt.

Eine interessante Alternative ist die fokussierte hochenergetische Stosswellentherapie darstellen. Insbesondere die Schmerzhaftigkeit von LedderhoseKnoten der Fußsohle kann nachhaltig und unmittelbar durch die fokussierte hochenergetische Stosswellentherapie verbessert werden.

Gerade haben wir einen Bericht zu dieser Behandlungsform veröffentlicht abrufbar an dieser Stelle

Dupuytren e.V.

Die Deutsche Dupuytrengesellschaft hat eine sehr empfehlenswerte Internetpräsenz entwickelt, die hier verlinkt ist.